Welcome everybody

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Performance   200 Minuten   VG Bild-Kunst

Die Performance WELCOME EVERYBODY wurde zum Jubiläum der VG Bild-Kunst gezeigt. Sie ist eine Arbeit aus einer Reihe von Performances, bei denen jeweils die Gäste einer Veranstaltung oder Eröffnung fotografiert wurden.

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Die Abbildung zeigt eine der drei Performerinnen in Uniform und beim Sammeln von Porträts der Gäste der Veranstaltung. Es entstand je ein Foto durch ein Tippen auf den Bildschirm auf der Brust. Zudem war es für die Gäste möglich, selber „Selfies“ durch Tippen auf den Bildschirm zu machen.

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Die Performancereihe nutzt bekannte Elemente aus alltäglichen Dienstleistungen.Integraler Bestandteil der Performance sind die Uniformen. Sie erinnern an das Outfit einer Hostess und wurden in ihrer Gestaltung mit dem Auftraggeber – der VG Bild-Kunst – abgesprochen und an das Event angepasst.

Auf der Brust ist je ein TabletPC integriert. Er erlaubt es, Fotografien zu machen. Dazu muss einmal auf den Bildschirm getippt werden. Das entstandene Foto wird kurz angezeigt und gleitet dann aus dem Bildschirm heraus.

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Eingangssituation zur Veranstaltung. Die Gäste (in der Mitte des Bildes zu sehen) werden am Eingang begrüßt und fotografiert. Im Verlauf des Abends bewegen sich die Performerinnen im Innenraum und auf der Terrasse der Rohmühle zwischen den Gästen. Während eines Abends entsteht so ein Datensatz in Form von Fotografien der anwesenden Gäste.

Auch am Buffet entstehen Aufnahmen.

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Die Performance besteht aus zwei Phasen. Nach der ersten Phase des Fotografierens folgt Phase zwei der Performance.

Mit Beginn des Essens werden zur zweiten Hälfte des Abends die zuvor aufgenommenen Bilder gezeigt. Die Gäste können sich selber und ihre Bekannten und Kollegen auf den Bildern wiederfinden.Die Abbildungen oben und unten zeigen die Bildschirme mit zwei der entstandenen Fotografien.

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Es sind diese Themen, die Heil künstlerisch bearbeitet: Was bedeutet heute privat, was öffentlich? Was ist Service, was kaltblütiges Ausnutzen von Konsumentenreflexen?

Und: Darf Kunst Datensätze erstellen? Kann dies eine künstlerische Methode sein um etwas abzubilden? Sind Daten ein künstlerisches Material?

Die Künstlerin simuliert und transformiert die Idee einer Serviceagentur, bietet dem Besucher feine Getränke, nobles Ambiente, persönliche Anteilnahme – alles, um besagte Daten zu sammeln.

Die Methode zur Informationsgewinnung ist der Realität abgeschaut – systematisch nett und serviceorientiert.“

Dr. Martin Henatsch, Rektor der Kunsthochschule Mainz