Stand, Posture, Position

CVHQ5631

Performance   180 Minuten   Tanzhaus NRW

Immer drei Gäste betreten den Container.

Im Inneren können sie sich hinsetzen und werden von der Künstlerin vor die Wahl gestellt, einen von drei anwesenden Tänzern nach äußerlichen Gesichtspunkten auszusuchen. Dieser Tänzer führt nach seiner Wahl eine Tanzperformance zu einem selbst gewählten Song auf.

Anschließend können die Gäste dem Tänzer ein kleines Objekt als Zeichen der Anerkennung geben oder es als Souvenir behalten.

Die Objekte sammeln sich zu Füßen der Tänzer.

Die Besucher werden während ihres Besuches live nach außen übertragen.

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In ihren Performances beschäftigt sich Elisabeth Heil mit Machtstrukturen und deren bedeutungsstiftenden Ordnungen innerhalb von Gemeinschaften.

So wird der Container zum inszenierten Szenario, das sich zwischen Versuchsanordnung und Autofiktion unserer sozialen Implikationen bewegt.

Dabei interessiert sie sich in ihrer künstlerischen Arbeit für das Arrangieren eines Handlungsrahmens im Raum und der darin beteiligten Personen, die in festgelegten Rollen nach bestimmten Mustern und Abfolgen handeln. Welchen Einfluss hat es auf das Verhalten, wenn ein Raum von fremder Hand für einen bestimmten Zweck geplant ist? Wie schafft man Legitimation?

In Stand, Posture, Position versetzt die Künstlerin den Betrachter in eine Situation der Unterhaltung und fragt nach den Verhältnissen unter denen Entertainment geboten wird. (Text: Victoria Tarak)